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11.
Oktober 2008
Bezler will Vorbild sein Mal abgesehen von dem Spiel in Herzogenaurach, in dem die Rhein-Main Baskets die Verlängerung benötigten, um zu gewinnen, waren die ersten Spiele der neuen Saison in der II. Basketball-Bundesliga für die von Natalie Deetjen und Steffen Brockmann trainierten Damen ein lockerer Start. Wie die Konkurrenz aus Leimen, Würzburg und Mainz ist das Team nach drei Spielen unbesiegt. Das soll auch nach der Partie am Sonntag so sein. Der Gegner beim ersten Heimspiel der Runde in der Brühlwiesenhalle (16 Uhr), bei dem auch der Kooperations-Vertrag zwischen Hofheim und Langen offiziell unterschrieben wird, ist allerdings von einem anderen Kaliber als Keltern, Herzogenaurach und Grünberg: Mit dem ASC Theresianum Mainz kommt eine Mannschaft, an der sich die vor der Saison neuformierte Spielgemeinschaft messen lassen muss, will sie an der Spitze der Liga mitreden. Das
glaubt auch Janina Bezler.
«Ich denke, dass Mainz neben Leimen und Würzburg eines der
stärksten Teams in der Liga ist», sagt die Centerin der Rhein-Main
Baskets, die gerade ihren 24. Geburtstag feierte und seit dieser Saison
Mannschaftskapitän ist. «Das war am Anfang schon komisch»,
sagt sie, meint damit aber vielmehr die Tatsache, mit mittlerweile 24
schon die älteste Spielerin im Team zu sein, als die Rolle des Kapitäns.
«Ich fühle mich zwar geehrt, aber so etwas Besonderes ist das
ja auch nicht», glaubt Bezler. Dennoch gab ihr das neue Amt zu Saisonbeginn
noch einmal richtig Auftrieb, bestätigt Bezler die Einschätzung
der Trainer: «Vorher war ich selbst noch unsicher, welche Rolle
ich in dem Team spielen würde. Jetzt ist klar, dass ich Vorbild sein
muss – und will.» Doch nicht nur wegen der neuen Aufgabe macht
Janina Bezler das Basketballspielen derzeit jede Menge Spaß. Auch
die Herausforderung ist seit der Gründung der Spielgemeinschaft zwischen
dem TV Hofheim und dem TV Langen eine neue geworden. «Die Zielsetzung
ist jetzt klarer. Wir wollen mittelfristig aufsteigen. Daran arbeiten
wir hart», erklärt die Lehramts-Studentin der Geschichte, Germanistik
und Philosophie. Spaß machen wollen die Rhein-Main Baskets auch ihrem Publikum. Am liebsten am Sonntag mit einem Sieg gegen Mainz. Schwer genug wird das werden, denn der Gegner reist ebenfalls mit neuem Schwung an, den der neue Trainer Andreas Glocke brachte. Er hat das System auf eine Centerin und vier Außenspielerinnen umgestellt. «Das sind wir aus den bisherigen Spielen nicht gewohnt», erklärt Bezler, «aber ich denke, dass wir uns darauf einstellen können». Zwar fehlte die erkrankte Trainerin Natalie Deetjen zu Wochenbeginn, aber mit Steffen Brockmann wurde im Training schon an Mitteln zum Sieg gegen Mainz gefeilt. «Wir wollen gewinnen. Das steht fest», sagt Mannschaftskapitän Bezler. Und sie weiß auch schon wie: «Wir müssen sie 40 Minuten lang unter Druck setzen und Mainz unser Spiel aufzwingen – nicht umgekehrt.»kes Höchster
Kreisblatt vom
11.10.2008 |
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