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  13. Oktober 2008

Baskets fehlt Cleverness

So hatten sich das die Trainer nicht vorgestellt. In der vierten Partie der noch jungen Saison in der II. Bundesliga unterlagen die Spielerinnen der Rhein-Main Baskets in der Brühlwiesenhalle dem ASC Mainz mit 72:85 – und hinterließen bei Natalie Deetjen und Steffen Brockmann Kopfschütteln. Nach einem feinen ersten Viertel, das die Gastgeberinnen mit 24:15 gewannen, brachen sie ein, verloren die weiteren Viertel mit 14:25, 14:23 und 20:22 und mussten am Ende anerkennen, dass der Gegner derzeit (noch) einen Schritt voraus ist.
«Mainz spielte einfach cleverer – und sie wollten vielleicht einen Tick mehr den Sieg», analysierte Steffen Brockmann. Er hätte auch sagen können, dass die Mainzerinnen in dem sehr kampf- und körperbetonten Spiel abgezockter waren. Allen voran Gabriela Jandova. Auch wenn die Spielweise der 35 Jahre alten Centerin, die oft mit versteckten Fouls agiert, schon lange bekannt ist, überrascht doch immer wieder, wie schwer es den Gegnern fällt, sie aus dem Spiel zu nehmen. Und hätte sie gegen die Rhein-Main Baskets nicht so viele Fehlversuche gehabt, wäre sie locker als Top-Scorerin in die Statistik eingegangen. So musste sie sich mit 19 Punkten begnügen, etwas weniger als Conny Berkhoff mit 23.
Nach holprigem Beginn – die vielen Unterbrechungen durch die Schiedsrichter machten es beiden Mannschaften schwer, ins Spiel zu finden – gelang es den Rhein-Main Baskets, sich in der Schlussphase des ersten Viertels auf 24:15 abzusetzen und die Führung im zweiten Abschnitt bis auf 34:24 auszubauen. Dabei vergaben die Gastgeberinnen noch etliche Chancen, in dieser Phase vielleicht schon entscheidend davon zu ziehen. Das rächte sich, als Mainz nach zunächst nicht so guter Defense zunehmend aggressiver verteidigte, den jungen Spielerinnen der Rhein-Main Baskets damit den Schneid abkaufte und zwei Minuten vor der Halbzeit zum 35:35 egalisierte.

Zwar konnten die Rhein-Main Baskets im dritten Viertel die Partie spannend halten und sogar noch einmal mit 50:49 in Führung gehen, doch verstanden es die Gastgeberinnen einfach nicht mehr, entscheidend zum Brett zu ziehen. Viele Spielzüge wurden zu überhastet mit Würfen aus der Distanz abgeschlossen, die zumeist ihr Ziel nicht fanden. Darüber hinaus waren Bezler und Co. im Offense-Rebound nicht mehr aufmerksam genug. Mit einem kurzen Zwischenhoch im letzten Viertel kamen die Rhein-Main Baskets im letzten zwar trotzdem noch einmal bis auf drei Punkte an Mainz heran (62:65), doch vor allem in der Schlussphase machte sich dann die größere Erfahrung der Mainzerinnen bemerkbar, die als Team einfach eingespielter sind als die vor der Saison neu formierte Spielgemeinschaft. Aber daran lässt sich ja in den nächsten Monaten arbeiten . . .

Rhein-Main Baskets: Janina Bezler (4 Punkte), Silke Faber, Jacqueline Fatsawo (19), Elisabeth Gaertner, Svenja Greunke (10), Yvonne Iffland, Francis Pieczynski (14), Anna-Lisa Rexroth (8, davon 2 Dreier), Nadine Ripper (10, 1), Stephanie Wagner (7).kes

Höchster Kreisblatt vom 13.10.2008

 

 

 
     
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