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  01. Dezember 2008

Baskets zeigen viel Herz

Rhein-Main Baskets - KuSG Leimen 70:69

Langen. Spannender hätte es kaum sein können: Mit 70:69 (16:19, 21:14, 14:23, 19:13) bezwangen die Rhein-Main Baskets die Damen der KuSG Leimen und fügten dem Spitzenreiter der II. Bundesliga Süd die erste Saisonniederlage zu und durften sich nach Spielschluss zu Recht feiern lassen. «Es war einfach ein Spitzenspiel», sagte Trainerin Natalie Deetjen, die allerdings gemeinsam mit Kollege Steffen Brockmann doch ein wenig durch ein Wechselbad der Gefühle ging, ehe der Sieg feststand.

Die Rhein-Main Baskets gerieten bis zur 7. Minute mit 7:15 in Rückstand, drehten das Spiel aber bis zur 12. Minute zum 22:19. Danach war’s stets knapp, ehe die Gastgeberinnen sich leicht absetzten konnten und zur Pause mit 37:33 führten. Im dritten Viertel kam Leimen nach und nach besser ins Spiel, fand wieder den Anschluss und lag seinerseits in der 29. Minute mit 56:47 vorne. «Da sah es schon so aus, als ob wir das Spiel herschenken», erklärte die Trainerin. Das Duo Deetjen/Brockmann reagierte mit einer Auszeit, die allerdings zunächst nicht richtig Früchte trug. Zwischenzeitlich leicht herangekommen, lagen die im 51:60 schon wieder mit neun Punkten hinten. Doch in der Folge bewiesen die Gastgeberinnen Moral und großen Kampfgeist. Bis zur 34. Minute hatten sie sich auf 60:60 herangekämpft. Zu diesem Zeitpunkt musste ihnen klar sein: Leimen ist zu knacken. Mit dem Rückenwind der erfolgreichen Aufholjagd ließen die Rhein-Main Baskets nicht mehr locker.

Bis zur 38. Minute dauerte es, ehe Leimen mit einem Dreier von Lenka Hertel auf 63:60 erhöhte. Doch Anna-Lisa Rexroth glich postwendend zum 63:63 aus. Die neuerliche 65:63-Führung egalisierte Jaqueline Fatsawo in der 39. Minute. Danach zeigte Leimen Nerven und nutzte Freiwürfe nicht, und als es beim Stand von 68:66 Anna-Lisa Rexroth besser machte und Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe zum 70:66 verwandelte, war der Sieg unter Dach und Fach. Der Dreier von Leimen war nur noch Ergebniskorrektur. Kein Wunder, das der Jubel groß war. Natalie Deetjen freute sich nicht nur, «dass alle Spielerinnen konzentriert bei der Sache» und die Punkte gut verteilt waren, sondern vor allem darüber dass die Mannschaft Herz gezeigt habe. «Gegen den Tabellenführer zwei Mal mit neun Punkten zurückzuliegen – das muss man erstmal verkraften.» Auch das gehört zum erfolgreichen Lernprozess der Spielerinnen in den vergangenen Wochen, der statt mit guten Noten nun mit dem Sieg gegen den Spitzenreiter belohnt wurde.

Janina Bezler und Co. verloren ihr Ziel, Leimen zu bezwingen, nie aus den Augen und wurden belohnt.
 
Rhein-Main Baskets: Janina Bezler (9 Punkte), Silke Faber, Jacqueline Fatsawo (8), Elisabeth Gaertner (1), Svenja Greunke (5, 1 Dreier), Francis Pieczynski (17), Anna-Lisa Rexroth (11, 1), Nadine Ripper (10), Stephanie Wagner (9, 1).

Höchster Kreisblatt vom 01.12.2008

 

 

 
     
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