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  08. Dezember 2008

Baskets hochkonzentriert

S+B Fellbach - Rhein-Main Baskets 58:91

Hofheim. Auch Pflichtaufgaben wollen erst einmal bewältigt sein. Den Rhein-Main Baskets gelang das mit dem 91:58-Sieg bei S+B Fellbach ganz ausgezeichnet. Der Lohn für die konzentrierte Arbeit: Rang drei zum Abschluss der Vorrunde in der II. Basketball-Bundesliga Süd der Damen, punktgleich mit dem Tabellenzweiten ASC Theresianum Mainz und nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter KuSG Leimen, der Mainz am Wochenende mit 72:58 doch ziemlich deutlich besiegte.

«Wir sind auf alle Fälle zufrieden», sagte Trainerin Natalie Deetjen, denn die Voraussetzungen waren nicht optimal. Im Training mussten Deetjen und ihr Kollege Steffen Brockmann in der vergangenen Woche abwechselnd sowohl auf die angeschlagenen Nadine Ripper, Jacqueline Fatsawo und Elisabeth Gaertner verzichten wie auch auf die erkrankte Francis Piecynski, die wegen einer Stirnhöhlenentzündung auch gestern noch nicht spielen konnte. Auch Ersatzfrau Sabrina Deffert wurde krank, so dass gestern früh kurzfristig noch Mara Greunke einsprang und mit nach Stuttgart fuhr.

Davon ließ sich die Mannschaft jedoch nicht beirren und stellte schon vor der Halbzeit (46:30) die Weichen auf Sieg. Nach einem 19:13 im ersten Viertel war der zweite Durchgang noch deutlicher und endete mit 27:17 für die Rhein-Main Baskets. Das dritte Viertel war dann gar nicht mehr schön anzusehen. «Sehr zerfahren» sei es gewesen, berichtete Deetjen, die das auch den Schiedsrichtern zuschrieb. «Sie haben in dieser Phase sehr, sehr pingelig gepfiffen», erklärte die Trainerin. Viele technische Fouls gegen Fellbach führten zu Spielunterbrechungen und Diskussionen. «Wir haben es aber richtig gut hingekriegt, uns nicht aus dem Konzept bringen zu lassen», lobte Deetjen ihre Spielerinnen, die mit dem 23:9 im dritten Viertel frühzeitig alles klar machten.

Entsprechend hatte das Trainer-Duo Deetjen/Brockmann auch Verständnis dafür, dass die Mannschaft im letzten Durchgang (22:19) etwas zurückdrehte. Zu diesem Zeitpunkt schienen sich die Gastgeberinnen auch schon mehr oder weniger aufgegeben zu haben. «Am Ende haben sie uns gar nicht mehr verteidigt», erklärte Natalie Deetjen. Ohnehin war die mangelhafte Arbeit der Gastgeberinnen in der Defense der Schlüssel zum Sieg für die Rhein-Main Baskets, die in Anna-Lisa Rexroth und Stephanie Wagner ihre treffsichersten Spielerinnen hatten.

Doch auch wenn S+B Fellbach gestern kein Maßstab war, sind solche Spiele oft die schwierigsten, weiß Deetjen: «Bei solchen Aufgaben, die auf dem Platz lösbar sind, muss man aufpassen, dass man so einen Gegner nicht unterschätzt.» Eine ähnliche Aufgabe wartet auch im ersten Spiel der Rückrunde am nächsten Sonntag bei Grüner Stern Keltern. Den Aufsteiger hatten die Rhein-Main Baskets in dieser Saison zwar sowohl im Pokal als auch in der Liga schon im Griff, aber dennoch sollten sie gewarnt sein, denn Keltern überraschte am Wochenende mit einem 84:68-Sieg gegen Herzogenaurach.

Stephanie Wagner ließ sich in Fellbach nicht aufhalten und steuerte 20 Punkte zum deutlichen Sieg der Rhein-Main Baskets bei. Foto: Schellhaas
 
Rhein-Main Baskets: Janina Bezler (3 Punkte), Silke Faber (10, davon 2 Dreier), Jacqueline Fatsawo (13), Elisabeth Gaertner (3), Mara Greunke (6), Svenja Greunke (5), Anna-Lisa Rexroth (20, davon 3 Dreier), Nadine Ripper (10) und Stephanie Wagner (21).

Höchster Kreisblatt vom 08.12.2008

 

 

 
     
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