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  19. Januar 2009

Die Baskets marschieren weiter

Rhein-Main Baskets - Bender Baskets Grünberg 80:61 (41:30)

Hofheim. Die Rhein-Main Baskets haben an ihre Serie vor den Weihnachtsferien angeknüpft. Nach dem 80:61 (24:18,17:12,24:17,15:14)-Sieg gegen die Bender Baskets Grünberg sind die Damen in der II. Bundesliga Süd seit nunmehr sieben Spielen in Folge unbesiegt. Und noch besser: Nach einem etwas holprigen Start hat die Mannschaft mit zunehmender Spieldauer wieder zu der guten Leistung gefunden, die sie vor Jahresfrist auszeichnete - und das, obwohl die erkrankte Stephanie Wagner fehlte und Francis Pieczynski nur kurz eingesetzt werden konnte. Eine herausragende Spielerin, ein neues Gesicht und ein doch etwas enttäuschender Gegner aber waren aber dafür verantwortlich, dass zu keiner Zeit am Erfolg der Gastgeberinnen gezweifelt werden musste.

Gut besetzt waren die Zuschauerränge in der Brühlwiesenhalle, und das nicht nur, weil es das Hessenderby war. Unter den Fans hatte sich schon herumgesprochen, dass die Rhein-Main Baskets seit vergangener Woche den Kader mit der US-Amerikanerin Alissa Pierce, genannt «Cissy», verstärkt haben. Mit derzeit neun zweitligareifen Spielerinnen sei der Kader etwas dünn, hatte Trainerin Natalie Deetjen vor dem Spiel erklärt, «sollten wir Ausfälle wegen Verletzung oder Krankheit haben, kann’s schon eng werden». Angesichts des Fehlens von Wagner und der Zerrung von Pieczynski kam der Neuzugang gerade recht. Mit zehn Punkten und knapp 23 Minuten Einsatzzeit darf der erste Auftritt von Pierce, die während ihrer Zeit in Deutschland bei einer Familie in Langen ein Zuhause gefunden hat, als gelungen bezeichnet werden.

Maßgeblich Anteil am Sieg aber hatte eine Andere: Jacqueline Fatsawo zeigte eine Gala-Vorstellung, war vom Gegner nie zu stoppen und permanente Anspielstation. Ihre Leistung krönte die Top-Scorerin mit 22 Punkten.

Am Ende war angesichts des souveränen Siegs auch die doch recht zerfahrene erste Halbzeit vergessen. Beide Teams hatten Probleme ins Spiel zu finden, die Schwierigkeiten von Grünberg gipfelten in dem geplanten Einsatz von Laura Steuber, die nicht auf dem Spielberichtsbogen stand, was vom Kampfgericht gerade noch rechzeitig bemerkt wurde. Mit zunehmender Spieldauer konnte Grünberg dem Druck der Gastgeberinnen nicht standhalten und auch deren Tempo nicht mehr mitgehen. Als die Rhein-Main Baskets zwischen der 23. und 29. Minute von 43:39 auf 65:44 davonzogen, waren die Weichen endgültig auf Sieg gestellt.

Mit dem Erfolg im Rücken kann die Mannschaft selbstbewusst dem nächsten Spiel beim ASC Mainz (Samstag, 18 Uhr) entgegen sehen, gegen den es in der Vorrunde eine 72:85-Niederlage gab. Die dringlichste Aufgabe sei es laut Trainer Steffen Brockmann nun, in den nächsten Tagen den unbedingten Siegeswillen aufzubauen. Kollegin Natalie Deetjen ist sicher, dass dies gelingt und prophezeit: «Das wird ein anderes Spiel als in der Vorrunde.»

Feierte im Spiel gegen Grünberg ihr Debüt im Trikot der Rhein-MainBaskets: US-Amerikanerin Cissy Pierce (rechts). Foto: Lorenz
 
Rhein-Main Baskets: Janina Betzler (7 Punkte), Silke Faber (4), Jacqueline Fatsawo (22), Elisabeth Gaertner, Mara Greunke, Svenja Greunke (17, 3 Dreier), Francis Pieczynski (3), Cissy Pierce (10), Anna-Lisa Rexroth (7), Nadine Ripper, Freya Schmidt (2).

Höchster Kreisblatt vom 19.01.2009

 

 

 
     
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