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28.
September 2009
Eine
lehrreiche Niederlage
Ein
einziges schwaches Viertel kostet die Rhein-Main Baskets ein besseres
Resultat gegen den TV Saarlouis
Rhein-Main
Baskets - TV Saarlouis 67:78 (25:43)
Mit
67:78 (25:43) unterlag der Aufsteiger beim Auftaktturnier der I. Bundesliga
der Damen in Freiburg dem Meister der vergangenen Saison.
Hofheim. Punkte verloren, viel gelernt, Respekt verschafft: So kurz und
bündig lässt sich die Bilanz nach dem ersten Auftritt der Spielgemeinschaft
des TV Hofheim und des TV Langen zusammenfassen. «Die Niederlage
ist als Erfolg zu werten, gerade für uns als neue Mannschaft in der
Liga», sagte Natalie Deetjen.
Sollte das Trainergespann Deetjen/Steffen
Brockmann doch wenig enttäuscht gewesen sein, ließen
sie es sich nicht anmerken. Mit ein wenig mehr Selbstbewusstsein und Erfahrung
wäre nämlich eine Überraschung drin gewesen. In drei Vierteln
hielten die Rhein-Main Baskets nicht nur prima mit dem Favoriten mit und
konnten nach 17:21 im ersten Viertel die Durchgänge drei und vier
gar mit 22:18 und 20:17 für sich verbuchen, doch ein «fürchterlicher
Einbruch» (Deetjen) im zweiten Viertel, als die Baskets mit 8:22
untergingen, verhinderte den Coup. In zehn Minuten ließ sich der
Aufsteiger da vom Gegner den Schneid abkaufen und zusätzlich durch
eigene Fehlversuche verunsichern. «Das war auch unsere Halbzeit-Predigt:
Wir haben den Spielerinnen gesagt, dass sie bei Misserfolgen das Spiel
nicht so aus der Hand geben dürfen», erklärte Deetjen.
Die Worte der Trainer fruchteten. Mit neuem Kampfgeist gingen die Spielerinnen
die zweite Hälfte an, holten Punkt um Punkt auf und waren im letzten
Viertel gar bis auf 59:63 an Saarlouis herangekommen. In dieser Phase
aber wurde ein Korb von Centerin Kirsten
Thompson nicht gewertet, weil die 24-Sekunden-Regel abgelaufen
gewesen sein soll und ein Foul von Romy Bär an Baskets-Neuzugang
Katharina Schnitzler sei
von den Schiedsrichtern umgekehrt gesehen worden, berichtete Deetjen.
Die Nationalspielerin des TV Saarlouis, mit 25 Punkten auch Top-Scorerin
des Spiels, verwandelte ihre Freiwürfe und führte danach den
amtierenden Meister zum Sieg. «Am Ende waren wir dann auch körperlich
unterlegen», gestand Deetjen. Dennoch seien ihre Spielerinnen erhobenen
Hauptes vom Feld gegangen und für ihre starke kämpferische Leistung
«mit einem Riesenapplaus» (Deetjen) von den 400 Zuschauern
in der Sepp-Glaser-Halle verabschiedet worden. «Die Mannschaft hat
sich ganz viel Respekt verschafft.»
Rhein-Main Baskets:
Anna Lisa Rexroth 12 Punkte, 2 Dreier, 2 von 2 Freiwürfen, Nadine
Ripper 6, –, 4/4; Alissa Pierce 9, 1, 4/4, Katharina Schnitzler
6, – , –, Jacqueline Fatsawo 8, –, 0/1, Kirsten Thompson
7, –, 1/2, Svenja Greunke 17, 1, 6/8, Stephanie Wagner –,
–, 0/2, Mara Greunke 2, –, –, Sabrina Deffert. kes
Höchster
Kreisblatt vom 28.09.2009
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