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26. Oktober 2009

Ein Spiel zum Abhaken

Pierce und Co. ganz und gar glücklos

Rhen-Main Baskets - Herner TC 77:88 (37:48)

Die Rhein-Main Baskets bieten dem Herner TC Paroli, doch die Gäste sind das glücklichere Team und gewinnen das Bundesliga-Spiel in Hofheim mit 88:77 (48:37).

Hofheim. Es gibt Spiele, da läuft einfach nichts richtig zusammen – egal, wie sehr man kämpft. Genau so ein Spiel hatten die Rhein-Main Baskets gegen den Herner TC erwischt. In der Defense bekamen die Spielerinnen des Trainer-Duos Natalie Deetjen und Steffen Brockmann die Gegnerinnen nur schwer in den Griff, in der Offense klebte ihnen das Pech an den Händen. Und so fasste Centerin Svenja Greunke das Spiel in einem Satz zusammen: «Die waren einfach besser und haben ihre Würfe getroffen. Wir haben gekämpft, aber die Bälle sind nicht reingefallen.»

Schon der bessere Start bis zum 12:4 gehörte den Gästen. Doch die Rhein-Main Baskets ließen sich zunächst nicht beeindrucken und gingen ihrerseits mit 13:12 in Führung. Es sollte allerdings die einzige Führung im gesamten Spiel bleiben. Herne drehte den Spieß wieder um, baute seinen Vorsprung auf 22:13 aus und hatte nach zehn Minuten das erste Viertel mit 28:19 in der Tasche. Viel bitterer als der Rückstand war für die Rhein-Main Baskets aber die Tatsache, dass Kirsten Thompson da schon mit drei Fouls belastet war. Im zweiten Viertel blieb die Amerikanerin auf der Bank – was das Spiel für die Gastgeberinnen zusätzlich erschwerte.

Nur mit Svenja Greunke als Centerin – die noch dazu durch eine Schleimbeutelentzündung im Knie gehandicapt ist – war es ganz schwer, an die Rebounds zu kommen und die 1,88 Meter großen Minja Terzic aus Serbien und Katsiaryna Zberch aus Weißrussland zu verteidigen. Neben den Centerinnen setzten sich beim Herner TC in erster Linie das 1,71 Meter große Kraftpaket Brianne Marie O’Rourke (USA) in Szene sowie ihre Landsfrau Rebekah Lynn Parker, die in der ersten Halbzeit fünf Dreier zur 48:37-Pausenführung der Gäste beisteuerte. Dieses Quartett teilte sich auch die meisten der Punkte des Herner TC: Parker 21, Terzic und O’Rourke je 16, Zberch 14.

Während Deetjen später eingestand, dass «die Verteidigung ein echtes Problem» gewesen sei, bedauerte Brockmann, dass die Spielerinnen der Rhein-Main Baskets sich in der ersten Halbzeit «von der unglaublichen Wurfquote» des Gegners stark hatten beeindrucken lassen.

Nach der Pause kämpften die Gastgeberinnen dennoch wacker weiter – blieben aber bei eigenen Angriffen glücklos, während Herne im Gegenzug prompt wieder den Ball im Korb unterbrachte. Selbst Cissy Pierce, mit 31 Punkten einmal mehr beste Werferin, konnte diesmal keine Wende mehr herbeiführen. Zwar spricht es für die Gastgeberinnen, dass sie bis zum Ende kämpften und die 19 Punkte Rückstand kurz nach Beginn des letzten Viertels noch einmal auf elf Punkte verkürzten, doch auch aus der Tatsache, dass Herne schon Mitte des letzten Viertels mit fünf Team-Fouls belastet war, konnten die Rhein-Main Baskets keinen echten Profit mehr schlagen.

Rhein-Main Baskets: Karla Babica 4 Punkte, Jacqueline Fatsawo 3 (3 von 6 Freiwürfe), Svenja Greunke 5 (1/2), Cissy Pierce 31 (3/5), Anna-Lisa Rexroth 14 (8/8), Nadine Ripper (1 Dreier), Katharina Schnitzler, Kirsten Thomspon 13, Stephanie Wagner 2.

Höchster Kreisblatt vom 26.10.2009

 

 

 
     
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