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30.
Dezember 2009
Drei Schwestern in einem Team Auch die langen gemeinsamen Fahrten von Hanau nach Hofheim sind für Linda, Sarah und Freya Schmidt kein Problem Dass drei Geschwister in einer Sportart aktiv sind, kommt häufiger vor. Dass sie aber in einer Mannschaft auf hohem Niveau zusammen spielen, hat eher Seltenheitswert. Hofheim. Linda, Sarah und Freya Schmidt kommen aus einer Basketball-verrückten Familie. Ihre Mutter spielte früher selbst bei der TG Hanau in der Oberliga und trainierte dort die Minis. Kein Wunder, dass die Töchter schon als Kleinkinder mit in die Halle kamen. «Als ich Laufen gelernt habe, habe ich schon gedribbelt», fand Freya Schmidt wie ihre Geschwister schnell Spaß an dem Spiel mit dem großen Ball. Alle drei trainierten unter ihrer Mutter bei den Minis. Nun spielen sie im Regionalliga-Team des TV Hofheim. Linda Schmidt ist 25, arbeitet als Referendarin für das Lehramt in Gelnhausen, Sarah Schmidt ist 22 und ist als Physiotherapeutin in Frankfurt tätig, und Freya Schmidt macht mit ihren 18 Jahren 2010 Abitur. Und alle drei wissen, wie groß der Anteil ihrer Eltern ist. «Sie haben uns zum Training und auch zu den Spielen gefahren und sind unsere größten Fans», erklärt Freya. «Ohne sie würden wir es gar nicht schaffen», ergänzt Sarah, «das geht beim Finanziellen los, denn wir zahlen die Spritkosten für die Fahrten von Hanau nach Hofheim aus eigener Tasche». Die viele gemeinsame Zeit, die sie auf den Fahrten und im Training zusammen verbringen, ist für sie kein Problem. «Es ist vielleicht nicht üblich», erklärt Freya Schmidt, «aber wir verstehen uns gut. Es macht uns allen Spaß, zusammen zu sein und wir ergänzen uns gut». Mit 15 Stunden pro Woche beziffern die drei Geschwister ihren Zeitaufwand für ihr Hobby in der Woche. Wie kamen die Geschwister, die in Hanau wohnen, überhaupt nach Hofheim ? Alle drei gehörten dem Hessenkader an. Als Sarah Schmidt für die U 16-Nationalmannschaft gesichtet wurde, war eine Anforderung, dass sie zumindest in der Regionalliga aktiv sein müsste. «Wir hatten die Wahl zwischen Grünberg und Hofheim und haben uns für Hofheim entschieden», erklärt Sarah, «den Ausschlag hat für mich die Stimmung in der Mannschaft gegeben. Das gilt sowohl für Natalie Deetjen, die meine Trainerin bei den Damen und der U 20 war, und auch für Rolo Weidemann, bei dem ich in der Regionalliga gespielt habe. Der Spaß wird groß geschrieben». So wechselte die ältere Schwester Linda gleich mit, mit der Sarah in Hanau bei den Oberliga-Damen gespielt hatte. In der ersten Saison hatten beide noch eine Doppel-Lizenz, waren auch noch für Hanau spielberechtigt. Freya kam schon mit 14 Jahren nach Hofheim, war dort schon in der Jugend unter Rolo Weidemann dabei. «Die Regionalliga war unser festes Standbein, die II. Liga in der vergangenen Saison war für uns alle so etwas wie eine Kür», erklärt die Jüngste der Geschwister. Aus beruflichen und schulischen Gründen haben nun alle drei Geschwister ihren Trainingsaufwand etwas reduziert. «Ich arbeite seit November als Physiotherapeutin. Glücklicherweise habe ich nette Chefs, so dass ich meinen Sport mit der Arbeit unter einen Hut bringen kann», freut sich Sarah Schmidt, «ich brauche den Basketball auch als Ausgleich zu meiner körperlich harten Tätigkeit». Ähnlich ergeht es ihrer älteren Schwester. «Ich kann meine Arbeit in der Schule gut mit dem Basketball verbinden», freut sich Linda Schmidt, «ich finde es schön, dass wir so viel Zeit als Geschwister gemeinsam verbringen. Basketball hat einen hohen Stellenwert in unserem Leben». Das sieht auch Freya so: «Ich habe auch andere Sportarten wie Leichtathletik oder Turnen ausprobiert. Der Basketball hat mich als Mannschaftssportart fasziniert.» Für sie war es auch eine besondere Situation, nach Hofheim zu kommen: «Ich musste mich beweisen, wollte nicht nur als jüngere Schwester von Linda und Sarah in die Mannschaft kommen. Aber ich hatte mit beiden gleich zwei Ansprechpartner, die mir eine große Hilfe waren.» Ihre ältere Schwester Linda gibt für sie den Ton an. Sie übernehme Verantwortung für alle drei, sei auch sehr ehrgeizig und motiviert ihre Geschwister. Sarah hingegen sei das typische «Sandwich-Kind», sie stehe zwischen allen und könne mit der Rolle gut leben.
Höchster
Kreisblatt vom 30.12.2009 |
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