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03.
Juli 2010
Natalie Deetjen: Den beiden Kindern zuliebe Für Natalie Deetjen geht eine erfolgreiche Zeit zu Ende. Die Trainerin der Rhein-Main Baskets, die zuvor auch die Zweitliga-Mannschaft des TV Hofheim trainiert hat, hört auf. Hofheim. Steffen Brockmann wird den Basketball-Bundesligisten alleine als verantwortlicher Trainer betreuen. Natalie Deetjen ist diese Entscheidung schwer gefallen. «Der zeitliche Aufwand ist einfach zu groß geworden. Mein Sohn Lucas kommt nach den Ferien in die Schule. Ich war zuletzt immer in der Halle beim Training, konnte ihn nur ein Mal pro Woche ins Bett bringen», begründet Natalie Deetjen ihren Schritt, «irgendwann wäre ich allem nicht mehr gerecht geworden». Sie hat eine volle Lehrertrainer-Stelle an der Main-Taunus-Schule, dazu kommt die Familie. «Über einen begrenzten Zeitraum war dies möglich, aber es geht nicht immer. Ich bin erst abends zwischen zehn und elf Uhr an den Schreibtisch gekommen, um mir mal Spiele des nächsten Gegners anzuschauen», erklärte Natalie Deetjen, «das war richtig anstrengend und geht in der 1. Liga einfach nicht». Im Moment bezeichnet sie ihren Status fast wie Urlaub, wenn sie ihrem Job nachgeht und in der Familie eingebunden ist: «Ich genieße es, komme zu Sachen, die ich lange nicht mehr gemacht habe. Man kann mal mit den Kindern schwimmen oder spazieren gehen und hat nicht ein Turnier über zwei Tage.» Dennoch war es eine schwere Entscheidung, die Trainer-Arbeit zu beenden: «Mir blutet das Herz. Ich habe immer versucht, als Trainerin weiterzukommen. Jetzt haben wir es geschafft, uns in der 1. Liga zu halten, sind praktisch am Ziel.» Mehr als die Hälfte ihres Lebens hat Deetjen selbst gespielt und trainiert, so ist klar, dass sie dem Basketball verbunden bleiben wird. «Ich weiß noch nicht und kann es mir auch noch nicht vorstellen, wie es weitergeht. Mein Herz hängt schon dran», beschreibt sie ihre Gefühle, «ich werde die Mannschaft weiter verfolgen, weiß aber noch nicht, wie es ist, in die Halle zu kommen. Es tut auch weh, nicht mehr dabei zu sein». Viel Verständnis Bei ihrem Kollegen Steffen Brockmann fand sie vollstes Verständnis, auch wenn er anfangs etwas überrascht war: «Sie hört wegen ihrer Kinder auf. Ich kann das komplett nachvollziehen, denn die zeitliche Belastung ist enorm.»
Höchster
Kreisblatt vom 03.07.2010 |
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