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19. Januar 2012


Rexroth bietet sich an

Der tolle Auftritt der 21-jährigen Aufbauspielerin weckt Begehrlichkeiten

Der neue Bundestrainer macht den Rhein-Main Baskets Beine: Vor den Augen von Andreas Wagner lieferte der Damen-Basketball-Bundesligist eine überzeugende Leistung ab und schlug den amtierenden deutschen Meister TSV Wasserburg deutlich mit 82:65 (50:29).

Dabei war die phasenweise ungleiche Partie bereits zur Halbzeit so gut wie entschieden. Mit einem starken ersten Viertel (25:17) und einem noch besseren zweiten (25:12) stellten die Baskets die Weichen schon früh auf Sieg. Ganz zur Freude von Trainer Steffen Brockmann: "Das war unsere beste Halbzeit in der ganzen Saison. Wir haben wirklich sensationell gespielt. Zwar spielte Wasserburg nur mit wenig Intensität, trotzdem war es wichtig, dass wir unser Konzept durchgezogen und vor allem in der Offensive sehr sauber gespielt haben."
Im ersten Viertel hielten die Gäste noch lange gut mit, erst gegen Ende setzte sich die Spielgemeinschaft aus Hofheim und Langen durch Punkte der gut aufgelegten Jaclyn Thoman und Anna-Lisa Rexroth sowie Nelli Dietrich auf acht Punkte ab. Noch besser wurde es im zweiten Viertel, fast jede Aktion der Gastgeberinnen gelang, während Wasserburg sich in dieser Phase sehr schwer tat und nur selten zu guten Aktionen kam. Nach dem 37:25 legten die Baskets einen 9:0-Lauf zum komfortablen 46:25 hin. Beim 50:29-Zwischenstand zur Halbzeit hatte wohl kaum jemand noch Zweifel am sechsten Heimsieg im sechsten Heimspiel, auch nicht Ex-Baskets-Spielerin Alissa Pierce, die derzeit ohne Verein ist und ihren alten Kameradinnen einen Besuch abstattete.
Im dritten Viertel schraubten die Wasserburgerinnen die Intensität hoch, wovon sich die Rhein-Main Baskets allerdings keineswegs beeindrucken ließen. Der Vorsprung pendelte sich bei 20 Punkten ein, dementsprechend ging die Mannschaft mit einer sehr guten Ausgangsposition ins Schlussviertel, das wider Erwarten doch noch einmal Spannung bringen sollte. Die Baskets streuten gleich zu Beginn zahlreiche unnötige Ballverluste ein, die Wasserburg nun eiskalt in Punkte ummünzte. Der Vorsprung schmolz schnell dahin, beim 69:57 nahm der nun augenscheinlich wütende Brockmann eine Auszeit, um seine Spielerinnen nochmals neu einzustellen. Anschließend versenkte Wasserburg zwei Freiwürfe und war nur noch zehn Punkte im Rückstand. Die "Dreier-Königin" der Baskets, Anna-Lisa Rexroth, zeigte sich unbeeindruckt und versenkte ihren zweiten Drei-Punkte-Wurf im Spiel nervenstark zum 72:59. Scheinbar wachgerüttelt, fand die Mannschaft ihre Linie wieder und ließ in den letzten fünf Minuten keinen Zweifel mehr über den Sieg aufkommen.
Offensichtlich angetan von ihrem Auftritt, zog sich Andreas Wagner gleich nach Spielende Anna-Lisa Rexroth zur Seite und hielt einen kurzen Plausch mit der Aufbauspielerin. Es scheint wahrscheinlich, dass die 21-Jährige nach den überzeugenden Leistungen zuletzt im Sommer gemeinsam mit ihren beiden Teamkolleginnen Svenja Greunke und Stephanie Wagner, die bereits im vergangenen Jahr für die A-Nationalmannschaft spielten, an der EM-Qualifikation teilnehmen wird.
Rhein-Main Baskets: Jaclyn Thoman (21 Punkte/davon 1 Dreier), Baendu Lowenthal (17), Anna-Lisa Rexroth (16/2), Karolin Holtz (9), Stephanie Wagner (5/1), Nelli Dietrich, Svenja Greunke (je 5), Nadine Ripper, Francis Pieczynski (je 2), Maria Neufurth. wma (wma

 

 

 

 

 

 
     
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