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23. Januar 2012
Eine gute Mannschaftleistung + Glück=Sieg!
WNBL-Team ist wieder im Rennen um die Playoff-Plätze
Am Sonntagmittag spielte das WNBL-Team gegen die direkten Mitbewerberinnen um die Playoffs - das Team Mittelhessen aus Grünberg/Marburg –in Langen. Vorab, es wurde wirklich kein Spiel für schwache Nerven. Das RMB-Team wusste, ein Sieg musste heute gelingen.
Nun, es begann wenig verheißungsvoll für die Heimmannschaft. Nach 3 Minuten lag man 0:10 zurück! Trainer Rolo Weidmann nahm die Auszeit und rüttelte seine Spielerinnen wach - und innerhalb von zwei Minuten waren sie beim 9:10 tatsächlich wieder dran und steigerten sich anschließend von Minute zu Minute. Mit 22:17 wurde das 1.Viertel schließlich gewonnen und im 2. Viertel wurde Mittelhessen sogar teilweise überrannt. Das Team spielte seine bestes Viertel der Saison! Sofie Blank war nicht nur eine Macht im Defensiv-Rebound, sondern war für die Tempoverschärfung maßgeblich verantwortlich und trieb ihr Team und den Ball per Dribbling oder Langpass energisch nach vorne. Das in den vergangenen Spielen schmerzlich vermisste Selbstvertrauen der RMB-Akteurinnen steigerte sich nun mit jedem Korberfolg. Ein blitzsauberer Dreier von Maria Musillo, Rebounds und wichtige Treffer am Brett und aus der Mitteldistanz von Lisa Janko, Dayana Gajic mit pfeilschnellen und sehr guten Aktionen, Larissa Leyer mit umsichtigen Aufbauspiel, aufopferungsvolle Verteidigung der Pongrac-Schwestern und Anna-Lena Growe und viele gute Entscheidungen aller Spielerinnen - fast alles gelang in den zweiten zehn Minuten und der Treffer zum 41:27 mit der Pausensirene setzte sogar noch das „Tüpfelchen auf das i“ . Mit 19:10 wurde das 2.Viertel gewonnen und mir 14 Punkten Vorsprung konnte die Mannschaft in die Pause gehen.
Doch: Auch im Hinspiel hatte man relativ deutlich geführt und das Spiel dann leider doch noch aus der Hand gegeben. Dies sollte sich natürlich nicht wiederholen, vielleicht begannen die RMB-Girls die zweite Halbzeit gerade deshalb mit übergroßem Respekt und schienen den Faden verloren zu haben. Viel zu schnell und fast ausschließlich aus der Distanz wurde in der Phase des Spiels der Abschluss gesucht, keine guten Wurfpositionen erarbeitet, zudem fanden etliche Abspiele nicht ihr Ziel und in der Verteidigung ließ man den Mittelhessinnen entschieden zu viel Raum, sodass diese erst Morgenluft witterten und Punkt um Punkt aufholen konnten und schließlich auch Oberwasser bekamen. Mit 14:27 verlor das jetzt völlig verunsicherte RMB-Team das 3.Viertel - und lag nur noch 60:59 in Front.
Nun wurde das 4.Viertel aber ein Fight zweier auf Augenhöhe kämpfender Mannschaften, denn das RMB-Team besann sich wieder auf seine diesbezüglichen Qualitäten, beendete den Lauf der Gäste und hielt nun beherzt dagegen. Zwar gelang dem Team Mittelhessen in der 35. Minute erstmals die Führung, aber das RMB-Team hatte heute neben einer über die gesamte Spieldauer glänzend aufgelegten Laura Weischnur, die schließlich ihre eigene Leistung noch toppte und die ihr zugesprochenen 2 Freiwürfe in den Schlusssekunden eiskalt zum 75:73 nutzte, nun endlich auch das Glück auf seiner Seite. Der letzte Distanzwurf der Gäste verfehlte nur knapp sein Ziel, traf den hinteren Teil des Ringes, stieg hoch und war nach Sicht vieler mit dem Berühren der 24sec-Anzeige oberhalb des Korbes zwar eindeutig im Aus, doch die Schiedsrichter ließen weiter spielen und ahndeten unmittelbar danach und mit der Schlusssirene ein Foul einer RMB-Spielerin beim Rebound mit zwei Freiwürfen für Mittelhessen. Mit Ama Degbeon hatte die beste Gästespielerin an diesem Tag nun den Ausgleich und die Verlängerung in der Hand, sie traf den ersten, vergab aber den zweiten Freiwurf und jubelnd lagen sich die RMB-Spielerinnen in den Armen. Gewonnen!! 75:74! Nach drei unglücklichen Saison-Niederlagen gegen direkte Playoffbewerber - in Grünberg, gegen Neuss und letzte Woche in Bad Honnef - hatten sie diesen Krimi erfolgreich beendet und sich den Sieg letztendlich ehrlich verdient und erkämpft.
Nun gilt es das Selbstvertrauen und den Schwung aus diesem Erfolgserlebnis mit zu nehmen und auch das Nachholspiel am Freitag beim Schlusslicht in Bensberg siegreich zu gestalten. Und bereits zwei Tage später muss die Aufholjagd mit einem Sieg in Saarlouis am Sonntag fortgesetzt werden – ein gegnerisches Team, das man im Hinspiel in Langen relativ klar bezwungen hatte. Dass ein Spiel über 40 Minuten geht und man als Team möglichst ebenso lange konzentriert, engagiert und mutig spielen muss und zu keiner Zeit „abschalten“ darf, das hat das Team gelernt und hat es selbst in der Hand, die Play-Offs doch noch zu erreichen.
Die Erstliga-Damen und das RMB-Präsidium sowie alle Verantwortlichen aus Hofheim und Langen drücken ihren Nachwuchsspielerinnen jedenfalls fest die Daumen und wünschen Erfolg und im Falle des Falles auch die nötige Portion Glück.
Es haben gespielt:
Larissa Leyer (2), Maria Musillo (6), Sofie Blank (10), Anna Lena Growe, Dayana Gajic (10), Alexandra Pongrac (3), Sofia Pongrac (6), Laura Weischnur (16) und Lisa Janko (20) . Erstmals war nach langer Verletzungspause auch Lisa Kastel wieder dabei. Coaches: Rolf Weidemann und Stephanie Wagner
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